Lichterspektakel "Drei Inseln"
Goran Petercol

   Durch eine Gelegenheitsbegegnung wurde vorgestern in Rovinj im ACI-Yachthafen zu Ehren des 50-jährigen Jubiläums der städtischen Tourismuszentrale und im Rahmen der traditionellen Veranstaltung "Nächte von Rovinj" die größte Lichtinstallation des international bekannten Künstlers Goran Petercola dargeboten. Es geht dabei um die Installation "Drei Inseln", die einige Kilometer im peripheren Bereich umfasst bzw. drei spezifische Punkte des Areals von Rovinj verbindet – die Insel "Sveti Ivan" ("Hl. Johannes") auf dem offenen Meer, die Insel Banjol und die Kirche zur Heiligen Euphemia als Schutzzeichen der Stadt und deren höchsten Punkt.

   Vom Glockenturm der Kirche zur Hl. Euphemia, eines der höchsten barocken Sakralbauten in Istrien, wurde die zwei Kilometer entfernte Insel Banjol beleuchtet und die Kirche wurde durch Lichtintervalle des Leuchtturms mit der fünf Kilometer entfernten Insel des Heiligen Johannes auf dem offenen Meer verbunden. Im Einklang mit dem Lichterspiel erscheint im Lichte Blau das monumentale Bauwerk der Kirche mit der kupfernen Statue der Heiligen Euphemia auf dem Glockenturm. Eingehüllt in ein mystisches Blau, versetzt es die Betrachter in die Zeit der Legenden und Mythen aus der fernen Vergangenheit der Stadt und erinnert sie auch dabei an die Geschichte über das versunkene Cisa und die Stadt-Insel.

   

Nach Aussagen dieses berühmten Künstlers liegt der Schlüssel zum Verstehen dieses Projekts im Spiel von Licht und Dunkelheit, welches das Abendpanorama der Altstadt von Grund auf verändert.

 

    Für das Lichterspektakel von Petercol wurde ein acht Kilometer langes elektrisches Kabel verlegt, mit der Installation wurde eine Spezialfirma aus Rijeka beauftragt. Dieses Projekt erweckte großes Interesse nicht nur in den Künstlerkreisen Europas, sondern auch bei den Teilnehmern des Festes in Rovinj, und es stellt zweifelsohne eines der wichtigsten Kulturereignisse dieses Sommers an der Adria dar. Das Lichterspektakel "Drei Inseln" kann man in den nächsten zehn Tagen besichtigen.


tekst: N.O.Radiæ - Glas Istre 22.08.2003

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